# Geist und Daten: Aus der Ethnografie geisteswissenschaftlicher Infrastrukturen
> [!tip] Referenz
> Vortrag an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur beim Workshop *Digitale Perspektiven des CVMA* am 2026-03-09 in Mainz.
Ich habe mich sehr gefreut ĂŒber die Einladung. Meine Forschung hat nichts mit Glasmalerei zu tun, aber mit geisteswissenschaftlichen Infrastrukturen. Was ich heute mitbringe, ist zum einen ein Bericht ĂŒber unsere AnsĂ€tze an die Untersuchung geisteswissenschaftlicher Infrastrukturen und zum anderen ein paar Einsichten und VorschlĂ€ge zur Konzeption und Entwicklung neuer Infrastrukturen.
## Ethnografie
Ich arbeite also als Postdoc an einem Sonderforschungsbereich. Dort ist auch die Forschung angesiedelt, von der ich heute berichte. Ich werde jetzt dann gleich ein bisschen von diesem Forschungsverbund erzĂ€hlen. Der Grund dafĂŒr ist, dass der SFB nicht nur meine institutionelle Heimat ist, sondern auch das *Feld* meiner Untersuchung. Ich mache dort nĂ€mlich eine *Ethnografie*. Eine Ethnografie ist eine qualitative Forschungsmethode, die sich dadurch auszeichnet, dass die Forscherin â in diesem Fall ich â ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum durch teilnehmende Beobachtung, also Mitmachen, Dokumentieren und Analysieren, sehr detailliert und spezifisch in bestimmte Lebenswelten und Communities eintaucht.
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Die Methode kommt traditionell aus der Untersuchung âfremder" Kulturen des globalen SĂŒdens. Es hat sich aber bald gezeigt, dass es auch innerhalb westlicher Gesellschaften alle möglichen Kulturen und Gemeinschaften gibt, die man auf diese Weise forschend erschlieĂen kann â also zum Beispiel die Welt der Polizei, den Alltag von DrogenabhĂ€ngigen oder eben die Arbeit von Forscherinnen. Seit den spĂ€ten 1970er-Jahren gibt es die sogenannten *Laborstudien*, in denen Sozial- und Kulturanthropologen naturwissenschaftliche Forschung in Laboren untersucht haben (Knorr-Cetina 1981; Latour/Woolgar 1981). Das ist die Tradition, in der ich mich bewege. Ein Name dafĂŒr ist *Science and Technology Studies* (STS). So eine Ethnografie mache ich in der Lebenswelt der Forscher:innen des Forschungsverbunds, an dem mein Projekt angesiedelt ist.
### Vorschlag: Ethnografieren
Ich will Sie nicht mit methodischen Details langweilen, aber ich glaube, diese methodischen HintergrĂŒnde sind wichtig. Die ethnografische Herangehensweise ist nĂ€mlich selbst schon ein Vorschlag an die Infrastruktur-Entwicklung. Es können und mĂŒssen nicht alle Ethnografie machen â das ist aufwendig und langwierig. Aber es lohnt sich, wenn es gemacht wird. Das Versprechen, das dahintersteckt â ich muss das fĂŒr heute erst noch einlösen, aber es wurde seit Jahrzehnten schon von anderen eindrĂŒcklich demonstriert â, ist, dass es sich lohnt, genau und kleinteilig herauszufinden, was die Leute tun, wie die Forscherinnen alltĂ€glich und praktisch forschen. Jetzt machen wir erstmal weiter.
## Sonderforschungsbereich
Mein Feld ist ein Sonderforschungsbereich. Der Verbund besteht aus ungefĂ€hr 60 Personen und 15 Teilprojekten, die im Rahmen eines ĂŒbergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten. An diesem SFB versammeln sich geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Disziplinen. Insgesamt hat der Verbund einen medienwissenschaftlichen Charakter: Es gibt ein Interesse an Technik und MaterialitĂ€t, die Arbeit ist textzentriert, aber mit einem breiten Textbegriff, der auch fremde Fachliteratur und Code einschlieĂt, und die Haltung ist reflexiv, spekulativ und genealogisch. Der Verbund ist postdigital: Er hat digitale und nicht-digitale GegenstĂ€nde, digitalisierte Arbeitsweisen, ist aber nicht Digital Humanities im engeren Sinne.
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Das wichtigste Strukturelement sind die Teilprojekte. Bei uns muss man sich hier Gruppen vorstellen, die aus drei bis sechs Personen bestehen â in der Regel ein PI oder Professor, ein Postdoc und/oder ein bis zwei Docs bzw. Promovierende. Mein Projekt besteht darin, die Arbeitsweisen im Verbund zu untersuchen. Besonderes Interesse gilt den Daten- und Infrastrukturpraktiken der Forscher:innen. Das liegt daran, dass mein Teilprojekt (INF) nicht nur einen Forschungsauftrag hat, sondern auch einen Gestaltungsauftrag. Dieser besteht darin, die *infrastrukturelle Ăkologie* des Verbunds reflexiv und gestaltend zu erweitern â mehr dazu spĂ€ter.
### Vorschlag: Situieren
Das soll Ihnen einen ersten Eindruck geben von der Welt, aus der meine Forschung berichtet. Dahinter steckt auch ein Argument fĂŒr lokale und fallspezifische Forschung und Infrastrukturentwicklung. Ja, das wirft Fragen nach Generalisierbarkeit und Nachhaltigkeit auf, mit denen man umgehen muss. Aber es gibt eben auch mögliche Gewinne. Erstens *epistemologisch*: Gerade bei Fragen nach Techniknutzung sind fallspezifische Studien unverzichtbar. Zweitens *praktisch*, was Entwicklung und Betrieb von Infrastrukturen angeht: Die lokale Nutzung, Instandhaltung und Vermittlung ermöglicht besseren Support und Dokumentation.
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## Geist
Kommen wir zum ersten Konzept, das ich in Auseinandersetzung mit dem Feld verwendet habe. Als âFremder" unter Geisteswissenschaftler:innen stellt sich die Frage, ob es einen geteilten Rahmen fĂŒr ZustĂ€ndigkeit, Verfahren und Aufgaben gibt: *Was glauben die Geisteswissenschaftler:innen in meinem Feld, dass Geisteswissenschaftler:innen tun sollen?* Als Ethnograf darf bzw. muss ich hier in gewisser Weise *naiv* herangehen. Das bedeutet auch, die Begriffe der Einheimischen ernst zu nehmen. Mindestens an der OberflĂ€che â Webseite, DFG-Fachsystematik, Antrag â ist von *Geisteswissenschaften* die Rede. Aha! Es geht also um *Geist*. So wie die Naturwissenschaften *Natur* untersuchen, sind die Geisteswissenschaften fĂŒr Geist zustĂ€ndig. Ok, aber was bedeutet das?
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Klar, es ist auch ein bisschen ein Witz. Aber der Witz spielt eine methodische Rolle: Er ist ein Instrument der ethnografischen Entfremdung. Es geht darum, das SelbstverstĂ€ndliche der geisteswissenschaftlichen Praxis fremd zu machen und zu *ent-selbstverstĂ€ndlichen*. So funktioniert der Begriff dann mindestens *operativ*. Das heiĂt, wenn ich meine Kolleg:innen frage, ob sie mit Geist arbeiten oder sich als Geisteswissenschaftler:innen verstehen, stimmen manche zu, manche lehnen ab â aber ich erfahre eigentlich immer etwas Interessantes, weil dann BegrĂŒndungen und Qualifikationen folgen. Generell ist âGeist" den meisten zu gerichtet und zu sehr dem Idealismus verhaftet. Andere fĂŒhlen sich wohl mit dem Begriff, wenn er mit bestimmten Haltungen und Praktiken verbunden ist. Meistens geht es um das *Mögliche*, das *Spekulative*, auch um *Kritik*, Fragen nach genealogischen, materiellen und technischen *Bedingungen* sowie um *Kontingenz*.
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> Eigentlich will ich Probleme prĂ€sentieren. Ich will Sachen komplex, kompliziert machen [âŠ] und problematisieren.
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> [Es geht darum,] auf die spekulative Dimension ab[zu]heben, also das, was sein könnte, nicht das, was ist, [âŠ] sondern das, was sein könnte, das ImaginĂ€re, das ĂberschĂŒssige, das, was nicht abzĂ€hlbar, bestimmbar ist.
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> Ich lese gerne. [âŠ] Vielleicht ist es auch wirklich einfach nur Text. [âŠ] Geisteswissenschaft ist Begriffsarbeit und Bedeutung ausloten.
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Das letzte Zitat betont die Rolle von Text. Ăber TextualitĂ€t lĂ€sst sich natĂŒrlich viel sagen. Die Arbeit mit Text ist hier ein gutes Beispiel fĂŒr die praktische Performanz von Geist: Texte mĂŒssen interpretiert und verstanden werden und können immer auch *anders* interpretiert und verstanden werden. Texte verkörpern praktisch die Arbeit mit und am Geist.
Der Geist-Begriff als Bezeichnung des Mediums und der Methode geisteswissenschaftlicher Arbeit lĂ€sst sich auch konzeptionell und theoretisch vertiefen (KrĂ€mer 2020: 238; Luhmann 1971: 68; 1992: 44, Fn 47; 1998: 49f). Geist taugt als Bezeichnung fĂŒr die ZustĂ€ndigkeit und Ziele geisteswissenschaftlicher Forschung, und Theorien können verstĂ€ndlich machen, warum. Der Soziologe Niklas Luhmann schlĂ€gt vor, Geist durch seinen Begriff von Sinn zu ersetzen. Sinn bei Luhmann ist eine Art Super-Medium, das allen gedanklichen und kommunikativen Prozessen unterliegt â und zwar als eine Verweisstruktur, ein Netzwerk von Bedeutungen, das andere Möglichkeiten anzeigt und zugleich den Zugang zu anderen Möglichkeiten regelt (Luhmann 1971: 68).
Die Philosophin Sybille KrĂ€mer hat einen Versuch gestartet, Geist als Form zu bestimmen. Geist ist hier âManifestation einer Latenzâ, âExplizitmachen von Implizitemâ (KrĂ€mer 2020: 238). Das passt zu Luhmann und gibt ihm noch eine materielle Dimension. Zentral fĂŒr die geisteswissenschaftliche Arbeit ist, den Sinn der GegenstĂ€nde herauszuarbeiten. Das geht praktisch und handwerklich sehr gut mit und an Texten als materiell-Ă€sthetischen Objekten. Aber Textarbeit ist nur Ausdruck der Verpflichtung, alternative Möglichkeiten zu erkunden.
### Vorschlag: Ăffnen
Jedenfalls lĂ€sst sich auch hier eine Einsicht fĂŒr die geisteswissenschaftliche Infrastruktur-Entwicklung ableiten. Und zwar sollte man im Hinterkopf behalten, wie zentral die Möglichkeit zur Ăffnung der GegenstĂ€nde ist. Techniken und Infrastrukturen dĂŒrfen diese Möglichkeit nicht verstellen durch Feststellungen an der falschen Stelle. Da, wo Verfahren und Ergebnisse automatisiert oder reduktionistisch erscheinen, ist mit Kritik zu rechnen. Ein Beispiel sind digitale Manuskripte: Digitalisierung schneidet Möglichkeiten ab, eröffnet aber auch neue.
## Infrastruktur
Kommen wir zum zweiten Konzept bzw. Gegenstand: *Infrastruktur*. Infrastruktur ist fĂŒr meine Untersuchung der Einstiegspunkt und Zugang zu der Frage nach der Arbeit mit Geist. WĂ€hrend *Geist* das SelbstverstĂ€ndnis und die ZustĂ€ndigkeiten der geisteswissenschaftlichen Arbeit beschreibt, geht es bei Infrastrukturen um die Techniken und Praktiken dieser Arbeit.Es gibt eine reiche Tradition der ethnografischen Infrastruktur-Forschung. Ein wichtiger Begriff ist die *Infrastructural Inversion* (Bowker/Star 2000: 34). Inversion meint hier, dass man bewusst das Langweilige, AlltĂ€gliche und Unsichtbare untersucht. Diese Perspektive auf Infrastrukturen hebt dann bestimmte Aspekte hervor: Infrastrukturen arbeiten unbemerkt, solange sie funktionieren. Infrastrukturen sind dabei nie neutral, sondern schreiben Standards und Verfahren in die Technik ein. Infrastrukturen sind soziotechnisch, das heiĂt, sie sind relational im Kontext ihrer praktischen Nutzung zu verstehen. Und Infrastrukturen entwickeln sich pfadabhĂ€ngig und inkrementell â jedes neue Tool trifft auf bestehende Techniken und alternative Lösungen. Mit dieser Herangehensweise haben wir dann die *infrastrukturelle Ăkologie* unseres Felds rekonstruiert und kategorisiert.
### Infrastrukturelle Ăkologie
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Hier sehen Sie verschiedene Kategorien von TĂ€tigkeiten. Das ist nicht ausgedacht, sondern basiert auf meinen Beobachtungen. Die sind vermutlich nicht vollstĂ€ndig. Aber was hier sichtbar wird, ist die Breite und Tiefe dessen, womit wir es bei unserer Infrastrukturentwicklung zu tun haben. Das bitte nicht verstehen als vollstĂ€ndige Karte der geisteswissenschaftlichen Arbeit â es ist die technische, tendenziell unsichtbare, vergessene und unterschĂ€tzte Seite der geisteswissenschaftlichen Arbeit. Alle diese Anwendungen haben Effekte auf die Geist-Produktion.
In der Mitte sehen Sie Komponenten, die wir der Ăkologie hinzugefĂŒgt haben oder gerade dabei sind hinzuzufĂŒgen. Alle drei sind der Versuch, der Ăkologie etwas hinzuzufĂŒgen, was passt, etwa weil es unterschiedliche Anwendungen zusammenbringt oder vermittelt. Die *Startseite* ist als Einstieg in die Ăkologie gedacht: Hier treffen sich viele der Anwendungen. Das *Wiki* ist eine Möglichkeit, Empfehlungen und Linklisten zu vertiefen, und wird zur Dokumentation von Veranstaltungen genutzt. *Layer* ist der Name fĂŒr unser aufwendigstes Projekt. Es ist leider noch nicht fertig. Die Idee ist, einen Ort und eine Anwendung anzubieten, die zwischen Ordner, spezialisierten Auswertungstools und Repositorien vermittelt.
### Vorschlag: Ăkologisieren
Wenn man eine Entwicklung beginnt, gibt es meistens schon eine Ăkologie, der man etwas hinzufĂŒgt. Deshalb ist es von Vorteil, die Ăkologie zu kennen und nach Nischen und Verbindungsmöglichkeiten zu suchen. AuĂerdem ist Infrastruktur Prozess, Instandhaltung, Reparatur. Eine Infrastruktur baut man nicht und dann ist sie da â eine Infrastruktur muss man betreiben, und möglichst nicht nur technisch, sondern soziotechnisch. Wenn man das ernst nimmt, mĂŒsste man so eine Stelle wie meine als Teil von Infrastruktur verstehen. Forschen, dokumentieren, nach innen und auĂen erklĂ€ren â das sind Teile einer nachhaltigen Instandhaltung.
## Daten
Zuletzt noch ein paar Worte zur Rolle von Daten â besser gesagt: *Forschungsdatenpraktiken*. Forschungsdaten haben sich als super interessantes Konzept erwiesen. Auf der einen Seite sind Forschungsdaten sehr prĂ€sent und scheinen eine ausgemachte Sache: FĂŒr jeden Antrag ist vorbildliches FDM gefordert, NFDI-Konsortien gehen in die zweite Runde, und bei mir an der Uni hat sich eine âAG Forschungsdatenmanagement" zu âResearch Data Services" verpuppt. Auf der anderen Seite besteht in meinem Feld Uneinigkeit darĂŒber, was Forschungsdaten sind, und Desinteresse bis Skepsis gegenĂŒber der zunehmenden Rolle dieses Konzepts.
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> I: Hast du Forschungsdaten?
> P: Ja.
> I: Welche sind das?
> P: Alle meine Daten. (lacht) Ăh, welche sind das? Ja, also, Notizen, Interviews, Ă€hm, Dinge, die gemacht wurden [âŠ]. Dinge, die andere Leute gemacht haben [âŠ]. Und natĂŒrlich [âŠ] einer der wichtigsten Teile von Forschungsdaten; SekundĂ€rliteratur und alles, was damit zusammenhĂ€ngt. Das sind meine Forschungsdaten.
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> I: WĂŒrdest du sagen, dass du mit Forschungsdaten arbeitest?
> P: Nein. Also ich... Sagen wir so: Ich kann verstehen... Also ich weiĂ, ich könnte auf die Frage auch mit Ja antworten, aber fĂŒhlen tue ich es nicht. [âŠ] Daten sind fĂŒr mich immer noch Zahlen. [âŠ] Ich spreche mit meinen Texten. Ich verwerte die nicht. Ich lege [meine Materialien] als Daten ab oder sie existieren als Daten, aber die Bedeutung, die drin steckt, das ist kein Datum, sondern das ist eine Interpretationsleistung, die die Bedeutung erst generiert, wenn ich es lese, also in der Interaktion mit dem Datum. Und ich arbeite nicht mit den Daten, sondern mit der Bedeutung, die in der Arbeit damit entsteht.
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> I: Hast du Forschungsdaten?
> P: [âŠ] Ich habe bis heute nicht verstanden, was das ist. FĂŒr mich ist das ein Begriff, der kommt in den Sozialwissenschaften vor und macht dort Sinn. Und ansonsten wĂŒrde ich pauschal sagen, meine Forschungsdaten sind das, was wir vorhin angeguckt haben. Ob das eine sinnvolle Verwendung dafĂŒr ist, weiĂ ich nicht.
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### Vorschlag: Multiplizieren
In diesen Zitaten steckt super viel drin. FĂŒr heute wĂŒrde ich vor allem betonen, dass hier eine MultiplizitĂ€t von Daten und Datenpraktiken aufscheint, die aus meiner Sicht noch zu wenig adressiert wird. Ich glaube nicht, dass das eine Frage der AufklĂ€rung ist â das wĂŒrde implizieren, dass es ein richtiges VerstĂ€ndnis gibt. Sondern vielleicht muss man noch viel mehr als bisher lernen, mit der MultiplizitĂ€t umzugehen.
## FĂŒnf VorschlĂ€ge
1. *Ethnografieren*: Praxisnahe SensibilitÀten aufbauen
2. *Situieren*: Lokalen Betrieb bedenken
3. *Ăffnen*: Fixierungen reflektieren und dosieren
4. *Ăkologisieren*: Nach Nischen und Verbindungsmöglichkeiten suchen, soziotechnische Instandhaltung mitbedenken
5. *Multiplizieren*: Vielfalt von Rollen und Formen von Forschungsdaten anerkennen