# Infrastruktur werden > Die Tentakulären verwickeln mich in SF. Ihre Gliedmaßen sind Spielfäden in Fadenfiguren. Sie verwickeln mich in *poiesis*, in das Herstellen von spekulativen Fabeln, Science-Fiction, *science fact*, spekulativen Feminismus, *soin de ficelle*, bis jetzt (*so far*). Die Tentakulären verbinden und entbinden sich; sie machen Schnitte und Knoten; sie machen Unterschiede; sie weben Pfade und Konsequenzen, aber keine Determinismen; sie sind gleichzeitig offen und verknüpft, auf die eine Art und Weise, und nicht auf die andere. SF ist Geschichtenerzählen und Faktenerzählen; es ist das Muster möglicher Welten und Zeiten, materiell-semiotischer Welten, vergangener, gegenwärtiger und kommender Welten. Ich verwende string figures als eine theoretische Trope, als eine Art und Weise, Denken-mit als sympoietisches Verheddern, Verfilzen, Verwirren, Nachspüren und Sortierren mit zahlreichen GefährtInnen zu betreiben. Ich arbeite mit und in SF als materiell-semiotischer Kompostierung, als Theorie in Schlamm und Durcheinander (*muddle*) (Haraway 2018: 49). Hier geht es um meine eigene Weise, virtuelle Forschung zu betreiben. Auch die hier vorgestellte Untersuchung ist an ein Teilprojekt des Verbunds gebunden, das eine bestimmte Weise der Forschung praktiziert. ## Daten-Ethnografie Die Untersuchung ist eine Form der Daten-Ethnografie, bei der es darum geht, durch umfassende und eingehende Beobachtungen und Analysen herauszufinden, wie Daten von einer Praxisgemeinschaft hergestellt und verwendet werden (Kitchen 2025: 67; Pink et al. 2016; Knox/Nafus 2018). > A methodological approach to understanding how data are produced and used that involves an immersive and holistic analysis of communities of practice. Typically, an ethnographic approach consists of a sustained engagement with a community, documenting in detail their organisation, operation, governance, culture, practices, interpersonal relations, and external engagements in order to understand their lifeworld. This usually involves a mix of participant observation, in-depth interviews, and examining documentary sources. In the case of data ethnographies, the aim is to document the ways in which particular communities of practice are orientated towards, conduct, and resist data-related work (Kitchen 2025: 67). ## Praxeografie Die meisten Ethnografien interessieren auch für Praktiken, aber die dieser Untersuchung zugrunde liegende Methodologie der *Praxeografie* spitzt dieses Interesse an Praktiken zu. Entwickelt von Annemarie Mol (2002), soll das Verfahren nachzeichnen, wie soziale und materielle Welten in und durch Praktiken existieren. Praxeografische Forschung interessiert sich weniger für fixe Konstruktionen als für fluide Prozesse, in denen Menschen, Dinge und andere Wesen in wechselnden Rollen miteinander agieren, um Welt performativ zu tun. Eine praxografische Ontologie geht dabei nicht von unendlich vielen Perspektiven auf stabile Sachverhalte der Welt aus, sondern von einer Multiplizität der Welt, bei der Phänomen über Praktiken hinweg eine Kontinuität bewahren und in Versionen existieren (Sørensen/Schank 2017: 418). Die Forschung und ihre Ergebnisse haben dabei nicht nur einen partikularen Blick, sondern intervenieren notwendigerweise in das untersuchte Feld (Sørensen/Schank 2017: 422). %% Intervention %% %% Sanft/Hart %% %% Spekulation %%